"Open Government Data" und die Folgen für Drupal

Am 01.08.2012 veröffentlichte das Bundesministerium des Innern eine Pressemitteilung mit dem Titel "Bundesinnenministerium veröffentlicht Studie 'Open Government Data in Deutschland". Das ist natürlich ganz aufregend und interessant, denn Deutschland möchte sich nun auch der Idee anschließen, alle öffentlichen Dokumente der Allgemeinheit frei zugänglich zu machen. Dies kann u.a. folgende Vorteile haben:

  • Unterstützung von Organisationen in der Verfolgung ihrer Ziele,
  • Zugang zu relevanten Informationen als Grundlage zur Mitwirkung an politischen Entscheidungen und Prozessen und
  • Ergänzung und Verbesserung wissenschaftlicher Ergebnisse.

Es gibt aber Befürchtungen, dass Bürger sich infolge von begrenzter Motivation und Zeit durch die Informationsflut überfordert fühlen könnten. Auch muss eine ständige Kontrolle der Qualität der Informationen erfolgen, was mit großen zeitlichen, wie auch finanziellen Aufwand in Zusammenhang steht. Aber warum sollte es "Open Government Data" jetzt auch in Deutschland geben? Weil auf diesem Weg die politische Teilhabe durch Transparenz ermöglicht wird, eine bessere Nachvollziehbarkeit von Informationen und eine Erleichterung der Aufgaben einzelner Zielgruppen erfolgen kann. Ausschlaggebend ist auch, dass viele Länder bereits gezeigt haben, dass "Open Data" umsetzbar ist, wie bspw. die USA, Großbritannien und Australien.

Was Drupal nun damit zu tun hat

Und was hat Drupal jetzt genau mit diesem Thema zu tun? In der Langfassung der Studie des Bundesinnenministeriums wurde Drupal, neben Java-basierten Frameworks, als eine der möglichen Plattformtechnologien genannt, mit denen eine benutzerfreundliche Umsetzung der Idee des "Open Government Data" möglich sein soll. Hierbei wird davon ausgegangen, dass sich Java-basierte Content-Management-Systeme für große Projekte besser eignen würden, als PHP-basierte CMS. Aus diesem Grund wird "Liferay" vorgeschlagen, bei dem es sich ebenso um eine Open-Source-Software handelt. Grund dafür sei hauptsächlich die JSR-168/286-Spezifikation, welche von Drupal als PHP-basiertes CMS nicht untersützt werde (Wir haben jedoch auf drupal.org ein Modul gefunden, das vorgibt, diese Spezifikationen zu unterstützen, eine Anbindung scheint also zumindest möglich zu sein). Zusätzlich soll bei dem JavaPortalsystem die Kompabilität mit dem Goverment Site Builder gewährleistet werden.

Die Folgen für Drupal

Zwar wurde in der Zusammenfassung der Studie "Liferay" Drupal vorgezogen, dennoch ist es sehr erfreulich, dass auch im Bereich des "Open Government Data" Drupal eingesetzt werden kann. Dabei muss aber betont werden, dass es zwar eine kostenlose Version von "Liferay", daneben aber auch eine kommerzielle Version, gibt. Wird mit "Liferay" ein Abonnement abgeschlossen, wird ein langfristiger Support und ein Support Package gewährleistet. Nichtsdestotrotz sollte die Wichtigheit dieser Studie nicht unterschätzt werden, da es sich bei dieser um ein sehr großes und weit reichendes Konzept handelt. Somit ist Drupal als Content-Management-Framework auf dem besten Weg, neben kleineren Open-Data-Plattformen auch im Bereich des "Open Government" als eines der bedeutendsten CMS zu gelten.
 

Kommentare

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mori

Ich denke ein Bericht oder besser regelmäßige Drupal-News in diesem Portal wären durchaus hilfreich für die Promotion: http://www.contentmanager.de/ueber/experte_werden.html

Ich weiss das viele Entscheider diesen Blog lesen.

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