Wie ihr euch das Leben leichter machen könnt

Tipps für Redaktionen

In letzter Zeit haben wir uns viel mit Projekten im Publishing-Bereich beschäftigt und dabei immer wieder gefragt: Wie genau möchten Redaktionen eigentlich arbeiten und wie tun sie das bereits? Auch wir lernen nicht aus und jedes unserer Projekte bringt uns neue Ideen und Denkanstöße. Das wollen wir natürlich nicht für uns behalten, sondern möchten unsere Erfahrungen hier mit euch teilen.

New York Journalist at Work

 

Habt ein Konzept für die Inhaltserstellung

“Konzept, Konzept, Konzept” hört man an allen Ecken und Enden. Lasst euch sagen: Es spart wirklich eine Menge Zeit und vor allem Nerven dies zu Beginn zu tun.

  • Wenn ihr neu auf ein CMS umsteigt, investiert zu Beginn die Zeit ein Inhaltskonzept auszuarbeiten. Damit solltet ihr vor allem beantworten können, welche Inhalte ihr erstellen möchtet und wie diese Inhalte möglichst modular unterteilt werden können.

redesigned Paragraphs dialog with Paragraphs Sets

In Drupal nutzen wir für eine flexible Inhaltsgestaltung u.a. das Paragraphs-Modul. Damit wird ein Inhaltstyp (z.B. ein Artikel) aus beliebig vielen Paragraphs der Typen Bild, Zitat, Überschrift, Teaser-Text, Video, Infobox, etc. flexibel vom Redaktionsteam zusammengestellt. Wir haben das Paragraphs-Modul mit eigenen Programmierungen erweitert, damit es noch effizienter die Arbeitsabläufe in Redaktionen unterstützt.

  • Die modularen Elemente für eure Inhaltserstellung sollten alle nötigen Kombinationen ermöglichen. Aber dennoch gilt hier der Grundsatz „Qualität statt Quantität“. Reduziert die Elemente auf die, die wirklich nötig sind. Je mehr Varianten im CMS enthalten sind, desto höher ist auch der Pflege-/ und Änderungsaufwand. Und ganz nebenbei kann es bei der Inhaltserstellung sehr unstrukturiert und verwirrend wirken.

Seid in der Lage von überall zu arbeiten

Heutzutage können und müssen wir nicht immer vor Ort im Büro arbeiten. Mit einem webbasierten CMS kann das Redaktionsteam - solange ein Internetanschluss vorhanden ist - von überall Inhalte einpflegen und bearbeiten.

  • Achtet darauf, dass das CMS nicht nur aus dem Firmennetzwerk erreichbar ist, sondern ihr auch aus anderen Netzen arbeiten könnt.

Arbeitet sinnvoll als Team zusammen

An einem Beitrag sind nicht nur mehrere Redakteur*innen, sondern auch Profis für die Grafik oder SEO beteiligt. Wichtig bei der Teamarbeit ist, dass die Tools an den richtigen Stellen unterstützen und vermeiden, dass Arbeit doppelt oder gar nicht erledigt wird.

Ein CMS kann unter anderem verschiedene Redaktions- und Freigabeprozesse abbilden. Das Rollenkonzept legt fest, wer welche Aufgabe im CMS durchführen kann und muss. Externe und Praktikanten sollen unter Umständen weniger Rechte haben als Redakteure und Producer.

  • Auch hier gilt wieder: Macht euch ein Konzept! Bedenkt dabei den Grundsatz “Weniger ist Mehr”, um undurchsichtige Strukturen zu vermeiden.
  • In Drupal werden Inhalte nicht nur über Nodes eingepflegt, sondern auch über z.B. Taxonomy Terms. Wenn ihr für Inhalte auch Taxonomy Terms nutzt, stellt sicher, dass die Bearbeiter-Rollen auch dafür Rechte haben.

In einem CMS können mehrere User gleichzeitig einen Beitrag bearbeiten. Dabei wird üblicherweise der erste gespeicherte Zustand behalten. Damit gehen die Inhalte der zweiten Bearbeitung verloren. Für Redaktionen nutzen wir oft eine Funktion, die genau dieses verhindert: Die Bearbeitung wird für weitere User gesperrt, wenn eine Person einen Inhalt bereits bearbeitet. Es ist also jederzeit sichtbar, wer aktuell den Beitrag bearbeitet.

  • Prüft ob und wie ihr mit mehreren Personen einen Beitrag bearbeiten könnt. Stellt sicher, dass euch das CMS informiert, wenn ein Beitrag bereits von einem anderen Teammitglied bearbeitet wird.

Nutzt eine Testumgebung

Mit einem CMS können Redaktionen selbst neue Ansichten und Inhaltskombinationen anlegen. Insbesondere Varianten, die das erste Mal zum Einsatz kommen, sollten vorher getestet werden: Sehen sie aus wie erwartet? Tun sie was erwartet wird?

  • Lasst euch eine Staging-Umgebung zum Testen aufsetzen. Damit könnt ihr das Verhalten auf einer Kopie der Originalseite testen.
  • Testet vor allem Änderungen an Taxonomy Terms nicht direkt auf der Live-Seite. In Drupal ist die Preview-Funktion für Taxonomy Terms leider nicht so gut.
  • Gebt euren neuen Kolleg*innen den Zugang zur Staging-Umgebung damit sie sich einfach und ohne Sorge etwas kaputt-zu-spielen einarbeiten können.

Zu guter Letzt

Bei jeder Redaktion und in jedem Projekt können sich die Anforderungen und Gegebenheiten ändern. Das ist ganz normal. Also haltet die Augen offen – und sprecht mit euren Kolleg*innen und eurer Agentur über Weiterentwicklungsmöglichkeiten.